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Das seit 2009 kontinuierlich und bereits 8 Mal erfolgreich umgesetzte Mietkonzept der Wechselausstellungen in der Kanzlei Skadden, Arps im Konferenzbereich des Gebäudes der „Frankfurter Welle“ wird auch nach dem Umzug in den Taunusturm in Frankfurt fortgeführt.
Mit einem großen Marmorsockel, einer Glasvitrine und einer Wandnische bietet der Empfangsbereich neue Möglichkeiten für die Präsentation von Kunstwerken. So liegt der Schwerpunkt der ausstellenden Künstler:innen in der Bildhauerei, Objektkunst und Multimedia-Technik.
Kuratorin: Cornelia Saalfrank

2026 zeigt der Berliner Maler und Multimedia-Künstler Dennis Rudolph (*1979) unter dem Titel „Die Nike von California City“ ausgewählte Werke seines Oevres, welches seit 2017 klassische Malerei mit neuen Technologien von Augmented und Virtual Reality verbindet und die Malerei damit auf atemberaubende Weise in unsere digitalisierte Gegenwart holt. Mit dem VR-Programm OpenBrush malt Dennis Rudolph opulente, von der Mythologie und Stilistik barocker Freskenmalerei inspirierte Figuren im dreidimensionalen digitalen Raum. Abstrakte Ausschnitte dieser Figuren werden von ihm anschließend in pastose, großformatige Ölgemälde oder als Bronzeskulpturen in die reale Welt materialisiert. Diese Werke können von den Betrachtenden mit einer AR-App über das Smartphone zum Leben erweckt werden, indem die digitalen Figuren als Hologramme aus dem Gemälde in den Raum schweben.



Die Wiesbadener Künstlerin Verena Schmidt (*1981) bespielte 2025 das Foyer von Skadden, Arps im Frankfurter TaunusTurm. In ihren raumgreifenden Installationen, die sie als „Dioramen des Alltags“ begreift, beschäftigt sich Verena Schmidt mit Dingen, Ordnungssystemen und dem Scheitern aller Systeme im Chaos. Für ihre Ausstellung bei Skadden, Arps entwickelte sie einen eigens für den Ort komponierten artifiziellen Kosmos der Dinge. Die Kombinationen und Neuanordnungen von Nützlichem, Trivialem, Kitsch und populärem Dekor fordern spielerisch und provokativ dazu auf, über den eigenen Umgang mit Dingen und Kunstobjekten nachzudenken.
Für die jährlich wechselnde Mietausstellung präsentiert Max Brück (*1991) ab November 2023 eine Auswahl seiner Kunstwerke. Er setzt sich mit kollektiven Erinnerungen und deren Einschreibung in unsere unmittelbare Umgebung auseinander. Brück beschäftigt sich insbesondere mit Transformationsprozessen in Städten, Gebäuden und Peripherien. Mithilfe seiner raumgreifenden Installationen entwickelt er eigene Zugänge und Mechanismen, um die Spuren dieser Erinnerung in bestimmten Materialien freizusetzen.
Im Jahr 2022/23 präsentierte der Berliner Künstler Max Negrelli (*1992) eine Auswahl skulpturaler Arbeiten aus den vergangenen drei Jahren. Dabei vereinen die Werke sein Interesse an Materialien, die Spuren ihrer natürlichen und sozialen Umwelt in und an sich tragen. Es sind Substanzen, die ihrer ursprünglichen Funktion entzogen werden und als ambivalente (Fremd-)Körper in neue Kontexte verwobene und vernäht werden. Negrelli sammelt ausrangierte, vermeintlich unästhetische Werkstoffe und verknüpft sie mit seinen Recherchen zur Geschichte des (Mode-)Designs, urbaner Phänomene und der Landschaftsarchitektur. So entstehen Plastiken, die zum einen vertraute Formen aufgreifen, zum anderen Fremdheit vermitteln. Die Grenzen von Tradition, Konservation und Destruktion werden verwischt.


2020/21 präsentierte der Düsseldorfer Bildhauer Manuel Franke (*1964) seine Werke im Empfangsbereich. Typisch für das Werk von Franke ist der Einsatz von industriellen Baustoffen wie Wellblech, Glas, Beton, Gips, Kies und ähnlichem. Seine Arbeiten bewegen sich bewusst auf der Nahtstelle zwischen Kunst und Gesellschaft und loten aus, wie die Ästhetik unserer Umgebung unser urbanes Leben beeinflusst. Im Sommer 2018 wurde seine überdimensionale Arbeit „Colormaster F“ in der Reihe ‚Im Städel Garten‘ vom Städelmuseum in Frankfurt ausgestellt.

Den Auftakt der Wechselausstellungen im Taunusturm machte die Wiesbadener Künstlerin Sofi Zezmer (*1959 in Lódz, PL) im Jahr 2018/19. Zezmer verwendet in ihren abstrahierenden Objekten und Installationen vorwiegend bekannte Materialien und Gebrauchsgegenstände, die bewusst aus ihrem gewohnten Kontext herausgelöst und irritierend neu zusammengesetzt werden.